Fränkischen Mofameisterschaft auf dem Herzo-Ring.

18. Oktober 2009 | Von admin | Kategorie: Motorsport
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Firefighters Herzo (112)

HERZOGENAURACH –  Der letzte Lauf zur Fränkischen Mofameisterschaft war dieser Tage auf dem Herzo-Ring wegen des immer wieder einsetzenden Regens eine wahre Schlammschlacht und forderte die ganze Konzentration der Teilnehmer. Nach drei Läufen in Großhabersdorf, Cadolzburg und jenen vom Wochenende in Herzogenaurach hatten die „Firefighters HZA“ Heimrecht und verbuchten den Gesamtsieg in ihrer Klasse. Bis zum Massenstart der kleinen Flitzer meldeten sich am Stand der Motorsport-Vereinigung Franken, namentlich bei Mathias Thomascheck, dem Verleger des Magazins „Zweirad“ und altbekannten Helfer an der Strecke, 26 Teams an. Die 500 Meter lange Strecke, nichts befestigt, alles Natur belassener Boden, der natürlich schon nach wenigen Runden aussah wie das besagte Schlammfeld, wurde einst auf Anfrage der Motorsportvereinigung Franken vom damaligen Vizebürgermeister Walter Nussel vorgeschlagen. „Wo kann man mit einer solchen Lärm intensiven Veranstaltung sonst noch hin“, meinte Nussel, der sich beim Start natürlich am Herzo-Ring umschaute. Dieses Engagement lobte prompt der Fahrleiter des Ausdauerrennens, der Herzogenauracher Paul Hartmann. So war die abgesteckte Rennstrecke Abseits von jeglicher Wohnbebauung heuer das fünfte Mal Austragungsort für ein Wertungsrennen, das in Zusammenarbeit mit der Sportabteilung des ADAC Nordbayern durchgeführt wurde. Es gehe nicht vordergründig um Schnelligkeit, sondern um Fahrzeugbeherrschung, um die Taktik und die Kondition, meinte Thomascheck. Wobei das Wetter eigentlich sekundär sei. Ein bisschen Regen schade überhaupt nichts, dann staube es nämlich nicht so sehr. Gefahren wurde auf dem Rundkurs von allen Teams aus ganz Franken exakt fünf Stunden. Wer für sich die meisten Runden verzeichnen konnte, wurde Sieger. In Klasse eins und zwei unterteilt, bekamen alle Mofas einen Transponder für die Messung der gefahrenen Runden. Da die Teams maximal drei Fahrer nennen durften, wobei auch schon einmal ein Einzelner Pilot zugelassen wurde, wechselten sich beispielsweise die „Firefighter HZA“ alle 45 Minuten ab. Die „Firefighters“ sind Herzogenauracher und machen seit Beginn dieser Serie vor fünf Jahren ununterbrochen mit. Mofa2Die Piloten sind Christian Koch (20), Sebastian Hagen (21) und Alex Glowacz (16). Ihr „Arbeitsgerät“ der Serienklasse eins ist eine Herkules GT mit maximal 50 Kubik und sechs PS. Der Tank des Mofas fasst fünf Liter Benzin. „Und damit könnte man ohne weiteres fünf Stunden ununterbrochen durchheizen“, erklärte Sebastian Hagen. Neben den 50 Kubik sind drei Gänge, Bremsen und Pedale, ähnlich wie bei einem Fahrrad, Vorschrift. In Cadolzburg rangierten die Herzogenauracher bei der Platzierung am zweiten Platz, hinter der Mannschaft aus Cadolzburg selbst. Schiedsrichter und Streckenposten, 25 Helfer hatte Hartmann im Einsatz, achteten bei den vielen Zwangseinläufen in die Boxen, dass niemand etwas während des Rennes an der Leistung des Mofamotors „tunte“. Will die Motorsportvereinigung und der ADAC mit diesem Ausdauerrennen auch die Grenzen im Zweiradsport ausloten, steht nicht nur für die Herzogenauracher „Firefighter“ der Spaß an der Freude im Vordergrund. „Das ist doch eine riesige Gaudi, immer wieder“, fassten Hagen, Koch und Glowacz kurz vor dem Start zusammen. Diese sicher nicht verbohrte Einstellung sorgte wohl auch dafür, dass die Herzogenauracher das Rennen von vorne weg fuhren und die Startnummer 112 munter an der Boxengasse vorbeifuhr, wo andere bereits fest am Schrauben waren. Das machte sich bezahlt, denn die „Firefighters“ registrierten nach den „Fünf Stunden von Herzogenaurach“ in ihrer Klasse 179 Runden, zehn mehr als der Zweite. In Klasse zwei dominierte das Team „Bergmafia“, das 242 Runden absolvierte.

Nach der Veranstaltung ließ übrigens Rennleiter Paul Hartmann die Motoren der drei Bestplatzierten jeder Klasse öffnen und vom technischen Kommissar auf Hubraumkonformität nachmessen. Dabei stellte sich heraus, dass alle Teilnehmer das im Reglement festgelegte Hubraumlimit von 50 ccm korrekt eingehalten hatten.

Text/Foto: NR

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