Höchstadt Alligators gewinnen direkten Vergleich

Höchstadt Alligators gewinnen direkten Vergleich

 

Trotz spielerischer Überlegenheit und bester Chancen hat der Höchstadter EC das Rückspiel beim TEV Miesbach verloren. In der Zwischenrundengruppe B der Eishockey-Bayernliga bleiben die Alligators auf Rang 3. Die Niederlage könnte sich für die Mittelfranken dennoch lohnen. Den direkten Vergleich mit Miesbach hat Höchstadt dank des 6:3 am Freitag für sich entschieden. Bei Punktgleichheit hätte der HEC die Nase vorn.

EV Miesbach – Höchstadter EC 5:3

 

Die Befürchtungen hatten sich bestätigt: Doppeltorschütze Daniel Sikorski konnte am Sonntag aufgrund einer Verletzung, die er sich am Freitag zugezogen hatte, nicht spielen. Er wurde mit drei Stichen am Finger genäht, greift aber voraussichtlich am kommenden Wochenende wieder ein. Konstanz gab es dagegen im Tor, wo erneut Martin Fous den Vorzug vor Philipp Schnierstein erhielt.

 Die beiden Mannschaften kannten sich aus zwei Vorrunden-Duellen und dem Aufeinandertreffen 48 Stunden zuvor. Ohne Abtasten ging es daher los. Sven Gäbelein vergab für Höchstadt (2.). Als die Gäste eine Unterzahl überstanden hatten, erzielte Kathan das 1:0 (5.). Auf Zuspiel hinter dem Tor zog er direkt ab. Dann übernahm der HEC das Ruder. Ales Kreuzer (7.), erneut Gäbelein und Richard Stütz (8.) scheiterten aber am Miesbacher Goalie.

 Als dieser auch Jiri Ryzuks Schuss abwehrte, fuhr Fissekis einen Konter, traf aber nur die Latte (9.). Im Powerplay gelang den Alligators der Ausgleich: Martin Vojcak zog von der blauen Linie ab, Tomas Urban fälschte mit seinem Schläger unhaltbar ab (12.). Nachdem Kreuzer (13.) und Patrick Dzemla (14.) das Tor verfehlt hatten, bewahrheitete der TEV die Floskel „Wenn du sie vorne nicht machst…“. Miesbachs Kontingentspieler Meredit traf unhaltbar in den Winkel (17.). Fous verhinderte mit dem Schoner das 1:3 (19.).

Stattdessen gaben die Gäste im zweiten Drittel die schnelle Antwort. Kreuzer legte für Markus Babinsky quer, der zum 2:2 ausglich (22.). Zu mehr reichte es trotz Höchstadter Überlegenheit nicht. Nach einem Schuss gegen den Oberkörper blieb Babinsky benommen liege, konnte nach Behandlung aber weiterspielen. Für die nächste Schrecksekunde war Meredit verantwortlich. Als Fous einen abgefälschten Schuss von Florian Feuerreiter abwehrte, staubte der Kanadier ab (31.).

Linienrichter plötzlich am Boden
Die bis dahin faire Begegnung drohte ins Unsportliche zu kippen. Erneut stand Babinsky im Mittelpunkt. Für einen Check gegen den Kopf- und Nackenbereich bekam er eine Strafe von zwei plus zehn Minuten, doch auch die Miesbacher Spieler wollten ihn bestrafen. Beim Schlichtungsversuch verletzte sich der Linienrichter. Nach mehrminütiger Unterbrechung ging es ohne Strafen und mit Linesman weiter.

 Fortan nahmen beide Teams die Hektik aus dem Spiel, erst zwölf Sekunden vor Drittelende passierte wieder etwas: Florian Feuerreiter markierte aus kurzer Distanz das 4:2 (40.).

In den letzten 20 Minuten trafen beide Kontrahenten noch ein Mal. Zunächst ließ André Lenk die Panzerechsen wieder hoffen (51.), doch im Gegenzug stellte Kottmair den alten Abstand wieder her. Er staubte einen Versuch von Meredit ab.

Text: FT

Bilder: HH

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This article was written by Holli

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